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Trinkwasser, Schwimmbäder und Badegewässer

"In einem beliebten Badesee in meiner Nähe wurde eine erhöhte Konzentration von Blaualgen festgestellt. Das Gesundheitsamt sperrte den Badebereich und informierte über lokale Medien und Hinweisschilder. Nach wenigen Tagen gibt es Entwarnung und wir können wieder zum Schwimmen an den See."

Trinkwasser

Egal ob zum Trinken oder Kochen, Duschen oder Zähneputzen, Abwaschen oder Wäsche waschen – rund 120 Liter Wasser braucht jede und jeder Deutsche selbst bzw. direkt am Tag. Das verwendete Trinkwasser muss sicher sein, also darf zum Beispiel chemische und biologische Grenzwerte nicht überschreiten. Dafür sind eine kontrollierte und hygienische Trinkwasserversorgung sowie eine Überwachung notwendig. Diese wichtigen Aufgaben erledigt der Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD).

Gut zu wissen:

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) wird bei der Überwachung des Trinkwassers von anderen Einrichtungen unterstützt. Insbesondere die Wasserversorger vor Ort untersuchen das Trinkwasser.

Warum muss Trinkwasser überwacht werden?

An die Qualität des Trinkwassers werden in Deutschland hohe Anforderungen gestellt: Die Trinkwasserverordnung schreibt vor, dass Wasser für den menschlichen Gebrach rein und genusstauglich sein muss, und hält in mehreren Paragraphen mikrobiologische, chemische und auch radiologische Anforderungen fest. Die Einhaltung dieser wird anhand von über 50 Grenzwerten kontrolliert. Diese Grenzwerte für Stoffe im Leitungswasser sind so angelegt, dass ich keinen gesundheitlichen Schaden davontrage, wenn ich mein Leben lang täglich dieses Wasser trinke. Somit ist unser Trinkwasser ein sehr streng kontrolliertes Lebensmittel: Denn wenn beispielsweise eine hohe Zahl an Bakterien ins Trinkwassernetz gelangt, kann dies rasch viele Menschen erreichen und krank machen. Deshalb wird das Wasser, welches meist aus Grund-, Oberflächen- oder Quellwasser stammt, in Wasserwerken aufbereitet und regelmäßig unter anderem von den Gesundheitsämtern überprüft.

Was macht das Gesundheitsamt, um die Qualität von Trinkwasser zu sichern?

  • Überwachung und Kontrollen: Regelmäßige Kontrollen von Wasserversorgungs- und Wassergewinnungsanlagen, sowie dem öffentlichen Leitungsnetz sichern die Einhaltung der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung 
  • Prüfung: Die Trinkwasserqualität wird regelmäßig durch Probenahmen und Analysen labortechnisch überprüft.
  • Berichterstattung und Information: Es werden Berichte und Informationen werden vor allem der Wasserversorger zur Qualität des Trinkwassers werden regelmäßig erstellt und veröffentlicht.
  • Maßnahmen: Es wird zum Bespiel bei Legionellenfunden in Duschanlagen von Sporthallen oder Pflegeeinrichtungen sichergestellt, dass der Betreiber seiner Pflicht nachkommt, hier kann das Gesundheitsamt falls nötig auch Maßnahmen anordnen.

Wer ist für die Qualitätssicherung von Trinkwasser zuständig?

Um die Sicherheit von Trinkwasser zu sichern, arbeiten verschiedene Stellen – auf kommunaler, Landes- und Bundesebene – zusammen. Das Gesundheitsamt vor Ort ist dabei immer mein erster Ansprechpartner.

Wie oben bereits erwähnt haben die Gesundheitsämter, neben der Kontrolle der Trinkwasserhygiene, die gesetzliche Pflicht, Wassergewinnungs- und Wasserversorgungsanlagen regelmäßig zu überwachen. Während die Standards bundesweit geregelt sind, kann es bei der Häufigkeit der Probenahme und Kontrollen zu regionalen Unterschieden kommen.

Die Betreibenden von Wasserversorgungsanlagen sind verantwortlich für die Einhaltung technischer Standards in ihren Werken. Aber auch die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer tragen eine gesetzliche Verantwortung für die Leitungen in ihrem Haus.

Wo kann ich mich melden, wenn ich Verunreinigungen des Trinkwassers vermute?

Riecht das Wasser verdächtig oder ist getrübt, kann eine Verunreinigung dahinterstecken. Möchte ich eine Mitteilung über das örtliche Trinkwasser einreichen, kann ich mich an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Die Behörde wird dann den Hinweisen nachgehen und bei Bedarf Maßnahmen ergreifen, um die Verunreinigungen zu untersuchen und ihnen entgegenzuwirken. Sie können sich aber auch direkt an ihren örtlichen Wasserversorgungsunternehmen wenden und ihre Beanstandung dort vortragen.

Schwimmbäder und Badegewässer

Hierbei sind Schwimmbäder (also technische Bäder) von Badegewässern abzugrenzen: 

  • Schwimm- und Badebecken unterliegen den strengen Anforderungen des Infektionsschutzgesetzes. Es wird verlangt, dass das Wasser so sauber ist, dass eine Schädigung der Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu befürchten ist. 
  • Badegewässer hingegen unterliegen der europäischen Badegewässer-Richtlinie (2006/7/EG), die Qualität wird in den Ländern durch Verordnungen geregelt.

In beiden Fällen ist das Gesundheitsamt die kontrollierende Instanz.

Saubere Schwimmbäder und Badegewässer im Alltag – was bedeutet das für mich?

Ist die Wasserqualität in einem Schwimmbad oder Badegewässer unzureichend, werden bei technischen Bädern Maßnahmen zur Wiederherstellung einer einwandfreien Wasserqualität ergriffen und bei Badegewässer werden aktuelle Warnungen bis hin zu Badeverboten veröffentlicht.

Was macht das Gesundheitsamt, um die Qualität von Wasser in Schwimmbädern und Badegewässern zu sichern?

  • Überwachung und Kontrollen: Regelmäßige Kontrollen von Schwimmbadwasser und Badegewässern sichern die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften.
  • Prüfung: Die Wasserqualität wird regelmäßig durch Probenahmen und Analysen labortechnisch überprüft.
  • Maßnahmen: Schnelles Einschreiten bei Auffälligkeiten

Wer ist für die Qualitätssicherung von Schwimmbädern und Badegewässern zuständig?

Verschiedene Stellen – auf kommunaler, Landes- und Bundesebene – arbeiten dabei zusammen. Das Gesundheitsamt vor Ort ist dabei immer mein erster Ansprechpartner.

Die Gesundheitsämter kontrollieren Schwimmbäder und Badegewässer, reagieren auf Meldungen aus der Bevölkerung und ordnen bei Bedarf Maßnahmen an. 

Die Bundesländer und ihre Behörden stellen Informationen wie Badegewässerkarten bereit. Bundesbehörden wie das Umweltbundesamt (UBA) geben wissenschaftlich fundierte Empfehlungen heraus und setzen europäische Vorgaben um.

Wo erfahre ich, welche Badegewässer sauber sind?

Das örtliche Gesundheitsamt prüft Badeseen auf ihre Sauberkeit und mögliche Belastungen. Informationen, ob ein Badesee belastet ist, finde ich auf den Internetseiten des Gesundheitsamtes, meiner Kommune oder der Bundesländer. Ist eine Badestelle betroffen, werden vor Ort Hinweisschilder aufgestellt und die lokalen Medien informiert.

Wo kann ich mich melden, wenn ich Verunreinigungen des Schwimmbades oder von Badegewässern vermute?

Wenn das Wasser in meinem örtlichen Schwimmbad oder Badesee ungewöhnlich riecht oder trüb aussieht, könnte es verunreinigt sei. In solchen Fällen kann ich das zuständige Gesundheitsamt informieren. Die Behörde prüft anschließend, was los ist, und ordnet gegebenenfalls Maßnahmen an, um die Ursache der Verschmutzung zu finden und zu beheben.

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